Wissen · Ratgeber 4 von 8

Verantwortbare KI-Zugriffe auf SAP

Sobald eine KI Fragen mit Daten aus SAP beantwortet, wird sie Teil der Unternehmenssteuerung. Damit gelten für sie dieselben Erwartungen wie für jeden anderen Zugriff auf Geschäftsdaten. Sie muss kontrollierbar, nachvollziehbar und begrenzt sein.

Erste Regel: lesen, nicht verändern

Ein Assistent, der Fragen beantwortet, braucht keine Schreibrechte. Er soll zeigen, was im System steht, und nicht selbst Belege anlegen, freigeben oder ändern.

Diese Grenze klingt selbstverständlich, ist aber in der Praxis die wichtigste. Sie macht den Unterschied zwischen einem Werkzeug, das informiert, und einem, das unbemerkt in Prozesse eingreift. Bridge arbeitet deshalb ausschließlich lesend.

Zweite Regel: die eigenen Berechtigungen gelten

In SAP sieht nicht jeder alles. Eine Einkaufssachbearbeiterin sieht ihre Werke, ein Controller seine Kostenstellen, und Konditionen sind oft nur für wenige sichtbar.

Ein KI-Zugriff darf diese Ordnung nicht aushebeln. Bridge fragt deshalb mit dem SAP-Benutzer des Menschen, der die Frage stellt. Wer etwas in SAP nicht sehen darf, bekommt es auch in Teams nicht zu sehen.

Dritte Regel: nur freigegebene Funktionen

Eine KI, die frei auf beliebige Tabellen zugreifen darf, ist schwer zu kontrollieren. Niemand kann vorher sagen, welche Daten sie für eine Antwort heranzieht.

Bridge arbeitet stattdessen mit einem festgelegten Katalog fachlicher Funktionen. Jede davon ist geprüft und vom Unternehmen freigegeben. Die KI versteht die Frage und wählt die passende Funktion, sie erfindet aber keinen eigenen Weg zu den Daten.

Vierte Regel: jede Anfrage ist nachvollziehbar

Wer hat wann welche Frage gestellt, und welche Daten sind in die Antwort eingeflossen? Diese Fragen müssen sich jederzeit beantworten lassen, für die Revision ebenso wie für die eigene Qualitätssicherung.

Bridge protokolliert deshalb jede Anfrage. Damit wird aus einem KI-Assistenten ein Werkzeug, das sich auch in regulierten Umgebungen vertreten lässt.

Fünfte Regel: die Daten bleiben, wo sie sind

Bridge hält keine eigenen Datenbestände und kopiert nichts aus SAP heraus. Die Antworten kommen live aus dem System und laufen innerhalb der eigenen Microsoft-Umgebung. Damit entsteht keine zweite Datenhaltung, die gepflegt und geschützt werden müsste.

Bezug zum AI Act

Viele Unternehmen bauen derzeit ihre AI-Governance auf, auch mit Blick auf den EU AI Act. Ein Werkzeug, das lesend arbeitet, Berechtigungen respektiert, freigegebene Funktionen nutzt und jede Anfrage protokolliert, passt in eine solche Governance, statt sie zu unterlaufen. Wie AI-Governance insgesamt aufgebaut wird, beschreibt unser Leitfaden auf xient.ai.

Häufige Fragen

Kann Bridge Daten in SAP verändern?

Nein. Bridge arbeitet ausschließlich lesend.

Sieht jeder Nutzer dieselben Daten?

Nein. Bridge fragt mit dem SAP-Benutzer des jeweiligen Menschen. Es gelten genau die Berechtigungen, die er auch in SAP hat.

Werden SAP-Daten kopiert oder gespeichert?

Nein. Die Antworten kommen live aus SAP und laufen in der eigenen Microsoft-Umgebung. Jede Anfrage wird protokolliert.

Sie möchten sehen, wie das in Ihrem Einkauf aussieht? Demo anfragen